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Die Zielsetzung

Das Schloss Wellenberg in der Gemeinde Felben-Wellhausen zählt zu den historischen Kulturobjekten im Kanton Thurgau und steht seit dem Jahr 2002 unter Bundesschutz. Damit diese Tatsache auch für die zukünftigen Generationen Gültigkeit hat, müssen wir die historisch wertvolle Substanz des Schlossgutes nicht nur erhalten, sondern auch fördern.

Gerade das Fördern ist eine Aufgabe, welche mit einem sehr grossen Aufwand verbunden ist. Einfache Unterhaltsarbeiten genügen nicht. Um ein möglichst dauerhaftes, zukunftgerichtetes Resultat zu erzielen, müssen Restaurierungen fachgerecht ausgeführt werden. Dies verlangt den Einsatz von Handwerkerinnen und Handwerkern mit spezieller Ausbildung und Erfahrung. Nur dieses professionelle, aber auch kostenintensive Vorgehen kann die Zielsetzung erfüllen.

Mit Blick in die Zukunft wurde im Frühling 2004 die selbständige Stiftung Schloss Wellenberg, mit Sitz in Felben-Wellhausen, errichtet.

Der Zweck

Die Stiftung will die öffentlich zugängliche historische Substanz des Schlossgutes Wellenberg erhalten und fördern. Dazu übernimmt sie Kosten oder Kostenteile für Renovationen an Gebäuden und Einrichtungen sowie für die Förderung, Unterstützung und Rückführung der historisch wertvollen Substanz an Gebäuden, Einrichtungen und Parkanlagen des Schlossgutes Wellenberg. Die Stiftung kann auch weitere Tätigkeiten, welche den genannten Zielen dienen, wie Märkte, kulturelle oder sportliche Veranstaltungen, eine Website usw. betreiben oder unterstützen.

Die ausgeführten Arbeiten und die Projekte

Dank der wertvollen Unterstützung unserer Gönnerinnen und Gönner konnten bis heute die nachstehenden Arbeiten ausgeführt werden:

2005 wurde die nur noch in Fragmenten vorhandene Stützmauer der Schlossallee wieder aufgebaut. Nach nur einem Monat Bauzeit war die Arbeit vollbracht. Die neue Mauer präsentiert sich als ein stilvolles Bauwerk, welches den fachlichen und historischen Ansprüchen voll gerecht wird. Die Schlossallee steht wieder auf festem Grund.

Dank dem gezielten Einsatz der vorhandenen Ressourcen konnte nicht nur der westliche Teil der Mauer, sondern auch ein baufälliger Teil der Ostmauer ersetzt werden.

2007 wurden die Sandsteineinfassungen vom gotischen Gewände, von den nach Südwesten gerichteten Fenstern im obersten Stock, umfassend renoviert. Die ältesten Teile dieser  Sandsteineinfassungen stammen aus dem Jahr 1520. Immer wieder ausgebessert und teilweise mit Eichenholz abgestützt, waren Teile der Einfassungen gebrochen und drohten sogar abzustürzen. Jetzt ziert ein fachlich einwandfreies Sandsteingewände die neuen Fenster und auch das Schlossdach hoch über den Fenstern präsentiert sich wieder in gutem Zustand.

Im Zug dieser Renovationsarbeiten am Fenstergewände konnten in der noch bestehenden Westwand der Kapelle recht gut erhaltene Wandmalereien aus den Jahren 1521 und 1710 freigelegt werden. Dank fachmännischer Arbeit des Restaurators Rolf Zurfluh bleibt nun neben der noch bestehenden Wandnische mit dem Altar ein weiteres Kleinod erhalten.

Ab 2009 gelangt das Projekt "Schlossdach" schrittweise zur Ausführung:

Das Schlossdach hat eine schwere Last zu tragen. Diese Last ist so gross, dass sich das Dach im Lauf vieler Jahre verformt hat. Richtig betrachtet muss die Last jedoch nicht getragen werden, sondern sie hängt in Form der darunter liegenden Stockwerke an der Dachkonstruktion. Mit der Zeit hatten sich die Decken und Böden der Räume verschoben und verschiedene Balken trugen nur noch schlecht. So wurden diese vor vielen Jahren zwecks Entlastung mit den Dachbalken verbunden. Dieses Gewicht führte nicht nur zur Verformung vom Dach, sondern auch zu ernsthaften Brüchen im Gebälk.

Treu der Tatsache "Ohne Dach kein Haus" hatte der Stiftungsrat die Wichtigkeit dieser Problematik seit längerer Zeit erkannt. Der erste Schritt dieses Projektes kam in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege des Kantons Thurgau zur Ausführung. Ein Ingenieurbüro untersuchte die Statik vom Dach. Das Ergebnis dieser Expertise bildete die Grundlage für das weitere Vorgehen.

Zur Entlastung der Dachkonstruktion wurde im Schloss-Saal eine permanente Deckenstütze eingebaut. Dafür musste die bestehende Gipsdecke an veschiedenen Orten für Sondierungen geöffnet werden. Als grosse Überraschung kam eine gut erhaltene, sehr schöne Decke aus Eichen- und Tannenholz zum Vorschein. Sie wurde von Handwerkern mit bewundernswerten Fertigkeiten im Jahr 1518 errichtet. Dieses Datum konnte mit der Dendro-Datenuntersuchung belegt werden. Es war die Zeit, als das Schloss im Besitz der Familie Mötteli von Rappenstein war. Die gereinigte und mit kleinem Aufwand restaurierte Decke gibt nun dem Schloss-Saal eine sehr historische Note.

Im Einklang mit dem Ziel der Stifung, werden sämtliche Arbeiten natürlich so ausgeführt, dass die historische Substanz erhalten respektive gefördert wird.

Herzlichen Dank allen Gönnerinnen und Gönnern!

Der Stiftungsrat

Seit dem 15. Februar  2010 setzt sich der Stiftungsrat aus den folgenden Mitgliedern zusammen:

  • Roland Kienast, Abteilungsleiter bei einem Finanzinstitut, wohnhaft in Frauenfeld (Präsident)
  • Christof Schenkel, Spezialist für historisches Mauerwerk, Schloss Wellenberg (Stifter und Vizepräsident)
  • Antonio Gerbino, Felben-Wellhausen (Finanzen)
  • Res Barben, Wellenberg (Aktuar)
  • Urs Fankhauser, Denkmalpfleger, Amt für Denkmalpflege des Kantons Thurgau, Frauenfeld
  • lic. phil. Andrej Rudolf Jakovac, Unternehmer und Historiker, Frauenfeld
  • Dr. Urs Leuzinger, Konservator, Museum für Archäologie des Kantons Thurgau, Winterthur
  • Susanne Obwegeser, Image-, Farb- und Stilberaterin, Thundorf
  • Hans Peter Ruprecht, alt Regierungsrat, Frauenfeld

Revisionsstelle: Fecker Treuhand, Felben-Wellhausen

Die Gönnerschaft

Wir sprechen Privatpersonen, Firmen und Institutionen an, welche gewillt sind, unsere Absicht  „Erhalt des Schlossgutes Wellenberg“, laut dem Stiftungszweck, mitzutragen.

Sind Sie interessiert, die Stiftung Schloss Wellenberg zu unterstützen? Sie finden weitere Angaben in der angefügten Gönnerinformation.

Kontakt aufnehmen können Sie über: das Internet per E-Mail

Mail an A. Barben
oder direkt:   Stiftung Schloss Wellenberg
8500 Frauenfeld
Telefon (ab 19 Uhr) und Fax 052 7218401
         
  Bankverbindung:     Raiffeisenbank 8501 Frauenfeld
BIC/SWIFT RAIFCH22
Bankkonto CH87 8138 4000 0062 9025 8
Postkonto 85-708-2
Stiftung Schloss Wellenberg